Zufahrt, Warteposition und Andienung sind auf vielen Betriebsgeländen die kritischsten Punkte im Ablauf – hier laufen Lkw, interner Verkehr und Ladeprozesse zusammen. Am Standort Zülpich wurde dieser Bereich jetzt um eine digitale Komponente erweitert: eine LED-gestützte Aufrufanlage, die die Zufahrt zu den Laderampen steuert.
Funktionsprinzip
Statt Zuruf, Funk oder manueller Einweisung übernimmt eine digitale Anzeige die Kommunikation zwischen Wartebereich und Ladezone. Zwei Informationen werden dabei in Echtzeit ausgespielt:
- Zielposition: welche Rampe, welches Terminal oder welcher Stellplatz als Nächstes anzufahren ist
- Freigabe: welches Fahrzeug aus dem Warteplatz heraus losfahren darf
Die Anzeige ist so positioniert, dass sie für wartende Fahrer klar und eindeutig ablesbar ist – ein zusätzlicher Funkkanal oder persönlicher Kontakt zum Personal ist für den reinen Ablauf nicht mehr erforderlich.
Wirkung auf den Betriebsablauf
Die Umstellung auf eine digitale Aufrufsteuerung wirkt sich unmittelbar auf mehrere Punkte im Tagesgeschäft aus:
- Reihenfolge statt Zuruf: Die Abfertigung folgt einer nachvollziehbaren, systemseitig gesteuerten Reihenfolge
- Kürzere Standzeiten: Fahrzeuge müssen nicht mit laufendem Motor auf mündliche Anweisung warten
- Weniger Schnittstellen für Fehler: eindeutige Signale statt situativer Absprache zwischen Fahrern und Personal
- Entlastung des Betriebspersonals: die Koordination der Andienung läuft automatisiert im Hintergrund
Baustein eines abgestimmten Zufahrtskonzepts
Die Aufrufanlage steht dabei nicht isoliert: In Zülpich ist sie in ein Gesamtkonzept aus Zufahrtskontrolle und Verkehrsführung eingebunden, das sich – abhängig vom Standort – um Schrankenanlagen, Terminals oder weitere Zufahrtstechnik ergänzen lässt. Für Betriebe mit hohem Lkw-Aufkommen zeigt das Projekt, wie sich Steuerung, Sicherheit und Durchsatz an der Ladezone durch eine einzelne, klar definierte Schnittstelle spürbar verbessern lassen.
